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Polizisten benutzen angeblich SO-Materialien für Drogenaufklärung

Scientology-Organisation
    10 | 2016

In einem Artikel des IAS-Magazins [Die „International Association of Scientologists“ (IAS) ist die Mitgliederorganisation von Scientology. Sie hat ihren Sitz in Großbritannien] „Impact“, Ausgabe Nr. 152, wird über einen deutschen Polizisten berichtet, der das „Pädagogenkit“ der Scientology-Aktion „Drug-Free World“ in Schulen ausprobiert haben soll.

Dem Artikel nach handelte es sich um einen Polizisten, der für die Drogenaufklärung in seiner Stadt verantwortlich ist. Er habe das kostenlose „Pädagogenkit“ über die Homepage der „Foundation for a Drug-Free World“ bestellt und die Materialien in einer Reihe von Realschulen, Gymnasien und Sonderschulen eingesetzt. Es seien weitere Veranstaltungen geplant.
 
In einem Artikel der 226. Ausgabe der im Juli 2016 erschienenen „Dianetik-Post“ der „Scientology-Gemeinde Baden-Württemberg e. V.“ wird über die Informationsstände der Scientology-Initiative „Sag NEIN zu Drogen – Sag JA zum Leben“ auf dem Stuttgarter Schloßplatz berichtet. Dort habe eine Polizistin einen ganzen Stapel der Heftchen über Drogenaufklärung mitgenommen um sie entsprechend einzusetzen. Schüler würden die Informationsmappen benutzen, um damit in der Schule Präsentationen zu erstellen.
 
Ob beide Sachverhalte in einem Zusammenhang stehen, lässt sich aus der Distanz nicht beurteilen.
 
Laut dem „Impact“-Artikel gibt es Ortsverbände der Initiative in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (gemeint ist vermutlich Frankfurt am Main), Hamburg, München und Stuttgart. Insgesamt seien 2015 etwa 100.000 Hefte verteilt worden.
 
Ob die Angaben in den beiden Magazinen zutreffend sind, kann von hier aus nicht beurteilt werden. In der Vergangenheit hat die „Scientology-Organisation“ (SO) versucht, durch falsche oder verzerrte Darstellungen der Realität in ihren Magazinen den Eindruck von Erfolg und Expansion zu erwecken, die es so nicht gibt.
 
Grundsätzlich versucht die SO ständig, neue Mitglieder zu werben. Da sie bei offenem Auftreten häufig auf Ablehnung in der Bevölkerung stößt, verschweigen ihre Werber nicht selten ihren scientologischen Hintergrund. Um erste Kontakte aufzubauen, weichen sie auf Unterorganisationen aus – wie in diesem Falle „Sag NEIN zu Drogen“ bzw. „Drug-Free World“. Dadurch wird der scientologische Hintergrund nicht sofort sichtbar.