Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Meldungen  > „DIE RECHTE“ benennt erneut Funktionäre als Bürgermeisterkandidaten

„DIE RECHTE“ benennt erneut Funktionäre als Bürgermeisterkandidaten

Rechtsextremismus     5 | 2018

Obwohl die Teilnahme an der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 und an zwei Bürgermeisterwahlen 2017 erfolglos blieb, lässt die Partei „DIE RECHTE“ nun zum dritten und vierten Mal Funktionäre als Bürgermeisterkandidaten im Land antreten.

Bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg schnitt „DIE RECHTE“ mit einem Ergebnis von 0,0 % denkbar schlecht ab. Auch bei zwei Bürgermeisterwahlen – im April 2017 in Au am Rhein sowie im Mai 2017 in Sinzheim – konnte sie keine Erfolge verbuchen. Dennoch hat sich die Partei dazu entschlossen, erneut Funktionäre als Kandidaten bei Bürgermeisterwahlen im Land antreten zu lassen.

So hatte der jetzige „DIE-RECHTE“-Bundesvorsitzende Michael BRÜCK, der aus Nordrhein-Westfalen stammt, Anfang März 2018 eine Wählbarkeitsbescheinigung beantragt mit dem Ziel, an der Bürgermeisterwahl in Weingarten (Baden) anzutreten.
In seiner öffentlichen Sitzung am 12. März 2018 hat der Gemeinderat der Stadt über die Zulassung der fristgerecht eingereichten Bewerbungen entschieden und daraufhin am 15. März 2018 vier Kandidaten namentlich öffentlich bekanntgegeben, hierunter auf Listenplatz drei auch Michael BRÜCK.

Ursprünglich sollte die Bürgermeisterwahl bereits am 4. März 2018 stattfinden, sie wurde jedoch wegen eines Formfehlers in der Ausschreibung auf den 8. April 2018 verschoben. Bei der Wahl erhielt BRÜCK 2,3 % der Stimmen.

Als weiterer Kandidat von „DIE RECHTE“ reichte der Vorsitzende des Landesverbands Bayern Philipp HASSELBACH form- und fristgerecht seine Unterlagen für die Bürgermeisterwahl am 6. Mai 2018 in der Gemeinde Ubstadt-Weiher ein. Er wurde neben zwei anderen Bewerbern vom Wahlausschuss als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters zugelassen.

Darüber, ob „DIE RECHTE“ mit der Kandidatur einen tatsächlichen Wahlerfolg anstrebt oder ob sie mit der Teilnahme an Bürgermeisterwahlen eine neue Strategie zur Erhöhung des eigenen Bekanntheitsgrades verfolgt, kann derzeit nur spekuliert werden. Da die Partei jedoch bereits die mediale Präsenz als Erfolg betrachtet, ist künftig mutmaßlich mit weiteren Kandidaturen zu rechnen.