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Gerade in der jüngsten Vergangenheit wurden viele Schlagzeilen von Themen oder Ereignissen bestimmt, die dem Phänomen Islamismus zugeordnet werden können. Neben terroristischen Anschlägen oder den gewaltsam ausgetragenen Konflikten in den verschiedenen Regionen der islamischen Welt wird auch die öffentliche Auseinandersetzung über die Religion des Islam im alltäglichen Zusammenleben in Deutschland mit zunehmender Schärfe geführt.

Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg gibt auf diesen Seiten einen ersten Überblick zum vielschichtigen Thema Islamismus. Darüber hinaus finden Sie Informationen im aktuellen Verfassungsschutzbericht ab Seite 30 sowie in der Islamismus-Broschüre; beides können Sie im Bereich Publikationen als PDF-Datei herunterladen.

Islamistisches Personenpotenzial in Deutschland und Baden-Württemberg im Zeitraum 2013–2015

 
2013
2014
2015
BW
Bund
BW
Bund
BW
Bund
Arabischer Ursprung, u. a. „Muslimbruderschaft“ (MB, IGD), „Hizb Allah“
330
3.768
320
3.148
315
 
Türkischer Ursprung, u. a. „Milli-Görüs“-Bewegung, ICCB
3.815
32.160
2.480
32.110
2.500
 
Islamismus/Sonstige 
430
7.107
510
8.481
550
 
Gesamt
4.575
43.235
3.310
43.889
3.365
k. A.
 
davon politische Salafisten 
550
5.500
550
7.000
600
8.350
davon gewaltbereite Jihadisten
25
k. A.
47
k. A.
davon gewaltorientierte Islamisten
120
(Stand: 31. Dezember 2015)

Hinweise zur Tabelle:
Dem Bundesministerium des Innern (BMI) liegen zu mehreren der bundesweit aktiven islamistischen Organisationen keine gesicherten Anhängerzahlen vor. Aus diesem Grund weist das BMI für das islamistische  Personenpotenzial in Deutschland keine Gesamtzahl aus.
Ab 2015 wird für Baden-Württemberg erstmals die Anzahl gewaltorientierter Islamisten ausgewiesen. Eine Begriffsdefinition für gewaltorientierten Extremismus finden Sie im Verfassungsschutzbericht auf Seite 158 f. (Kapitel Rechtsextremismus).